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Landschaft: Von 455 qkm Landfläche sind ca. 25 % bewaldet. Die 7 Nationalparks erstrecken sich insgesamt auf einer Fläche von 43,8 qkm, 4 Sonderreservate mit 154,8 km, hierzu zählen auch die beiden Naturkulturerbe der UNESCO.  Die Inseln der Seychellen ist ein einziger Garten „ Eden“ mit allen Arten von Pflanzen, die man sich bei einer tropischen Vegetation vorstellen kann.   Das Landschaftsbild wird von den tropischen Kosmopoliten bestimmt: Kokospalmen, Kasuarinen und Takamaka-Bäume sind in Küstennähe verbreitet. Man findet auch Mangroven, deren Bestand jedoch seit der Besiedelung deutlich reduziert worden ist. (Sie gehören definitiv zu den einheimischen Arten.) Leider sind, wie erwähnt, die Urwälder aus bis zu 40 m hohen Bäumen, die die bergigen Inseln einst bedeckten, dem Raubbau der frühen Siedler zum Opfer gefallen. Echter Urwald existiert nur noch in den nebligen Hochlagen der Berge. Im Gegensatz zu vielen anderen bewohnten Tropeninseln sind die Seychellen aber immer noch dicht bewachsen. Kahle, sonnenverbrannte Gebiete gibt es hier nicht, dafür (fast) überall üppigste Vegetation. Nur eben auf "Urwald" im Sinne des Wortes muß man weitgehend verzichten. Man findet beispielsweise ausgedehnte Zimtwälder, eine Folge der Verwilderung der seit langem auf den Seychellen kultivierten Gewürzpflanze. Auch Vanille, die bis heute angebaut wird, wächst hier und da in verwilderter Form.

Flora und Fauna: Eine echte Stärke der Seychellen ist ihr recht hoher Anteil an endemischen Tier- und Pflanzenarten, von denen nicht wenige zu den seltensten der Erde gehören. In jedem Reiseführer erwähnt wird beispielsweise die relativ unauffällige insektenfressende Pitcher Plant(Kannenliane), die sich vor allem in den Hochlagen von Mahé findet. Wesentlich spektakulärer wirkt dagegen die Coco de Mer, die größte Palmenart der Welt. Sie hält nebenbei noch zwei weitere Rekorde: Für die großflächigsten (bis 15 qm) Blätter und die schwersten Samen. Eine Nuß kann bis zu 20 kg Gewicht erreichen. Die Coco de Mer von der es männliche und weibliche Exemplare gibt, lebt, von wenigen Ausnahmen auf La Digue und Mahé gesehen, nur noch in einem Tal auf Praslin (ca. 5.000 Exemplare). Es heißt Vallée de Mai und wird parkähnlich verwaltet. Unter den Blütenpflanzen sind gängige Arten die auffälligsten, wie Hibiskus, Frangipani, Bougainvillea oder Begonien. Dafür gibt es auf den Seychellen aber auch verschiedene Lilien- sowie einige seltene Orchideen-Arten.

Seychellen Coco de Mer
Coco de Mer
Seychellen Drachenblutbaum
Drachenblutbaum

ImageTiere: Die Tierwelt der Seychellen hat ebenfalls viele Besonderheiten zu bieten. Da ist zunächst der außerordentliche Fischreichtum der Seychellen-Gewässer, der die Inseln mit ihren intakten Korallenriffen zu hervorragenden Tauch-Revieren macht. Zumindest das Schnorcheln sollte deshalb jeder Besucher unbedingt einmal probieren.

Die einzigen großen Landtiere auf den Seychellen sind Riesenschildkröten. Allgegenwärtig sind die kleinen, grauen, (fast) alles fressenden Skinke. Ebenfalls unübersehbar sind die Geckos, die auf Mahé meist grau oder braun sind, auf a Digue fast immer eine leuchtend grüne Färbung haben. Diese nützlichen Insektenfresser findet man oft in Gebäuden, wo sie abends im Lampenschein zu sehen sind.

Weniger beliebt sind Kakerlaken und Stechmücken. Erstere, eigentlich überall in den Tropen massenhaft vorhanden, sieht man auf den Seychellen kaum. Dies dürfte allerdings vor allem auf einen großzügigen Umgang mit Insektiziden zurückzuführen sein. Stechmücken gibt es zwar überall auf den Seychellen, aber in erstaunlich geringer Zahl. Nur in der Dämmerung in sumpfigen Gebieten (etwa auf La Digue) kann es mückentechnisch bedingt ungemütlich werden. Die Mücken sind aber recht klein und der Juckreiz hält sich in Grenzen. Die als Malaria-Überträger gefürchteten Anopheles-Mücken gibt es hier nicht. Häufiger als von Stechmücken wird man (an Stränden) von kleinen Sandfliegen heimgesucht.

Im Sand jedes Strandes leben unzählige Krebse, die wenn sie nicht gestört werden, nach und nach aus ihren Löchern gekrabbelt kommen. Größere Exemplare kann man vor allem nach Einbruch der Dunkelheit oder an einsamen Stränden antreffen.

Die überall an Telefonmasten oder im Unterholz in ihren Netzen sitzenden riesigen, schwarz-gelben Palm-Spinnen sehen gefährlich aus, sind aber völlig harmlos und so wenig schreckhaft, dass sie sich fast streicheln lassen. Ihre Netze sind extrem stark. Sogar kleinere Vögel können sich darin verfangen. Beeindruckend sind auch die daumendicken Tausendfüßler, die ebenfalls harmlos sind. Vorsehen sollte man sich dagegen vor großen Hundertfüßlern, deren Biss giftig ist und böse Wunden verursachen kann. Sie sind aber relativ selten. Außerdem gibt es auf einigen Inseln kleine Skorpion-Arten, die jedoch nicht lebensgefährlich zustechen können. Bei realistischer Betrachtung kann man sagen, dass von der Tierwelt der Seychellen kaum nennenswerte Risiken für Touristen ausgehen. Auch die beiden einheimischen Schlangenarten sind ungiftig.

Eine besondere Augenweide sind die vielen Vogelarten der Seychellen, von denen einige extrem selten sind. Das Paradebeispiel ist die Seychellen-Schamadrossel, die nur noch auf Frégate lebt. Da diese Vögel keinen Flucht-Instinkt besitzen, muss die Insel absolut ratten- und katzenfrei gehalten werden, um das Überleben der letzten wenigen Dutzend Exemplare zu sichern. Weniger selten, aber dafür ausgesprochen schön sind die schneeweißen Feenseeschwalben, die pechschwarze Augen und blaue Schnäbel haben, oder die in den warmen Aufwindenan den Berghängen segelnden Tropikvögel. Verschiedene Gebiete der Seychellen stehen heute als Vogelschutzgebiete unter strenger Aufsicht (etwa die Inseln Aride, Cousin oder Bird) und bieten ornithologisch Interessierten Unvergleichlichbares.

Nicht unerwähnt bleiben soll schließlich noch die einzige einheimische Säugetierart: der Seychellen-Flughund. Die großen, im Habitus den kleineren Fledermäusen gleichenden Tiere sind in der Dämmerung vielerorts zu sehen und zu hören. Ihre englische Bezeichnung Flying Fox ist recht treffend, denn aus der Nähe sehen sie mit ihrem rotbraunen Fell aus wie kleine Füchse (in Ledermänteln). Sie ernähren sich übrigens ausschließlich von Früchten. 




 
 
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